Vor einem halben Jahrhundert begann in Bayern ein gesellschaftlicher Wandel: Mit dem Aufbau der ersten Schwangerschaftsberatungsstellen entstand ein Unterstützungsnetz für Frauen, Paare und Familien in oftmals schwierigen Lebenssituationen. Auch im Hofer Land ist die Schwangerenberatung seit Jahrzehnten eine wichtige Anlaufstelle – vertraulich und offen für alle Menschen.
Gerade die anhaltenden rechtlichen Veränderungen und gesellschaftlichen Debatten um §218 des Strafgesetzbuches (Schwangerschaftsabbruch) machten deutlich, wie wichtig professionelle Beratung und Begleitung für schwangere Frauen sind. In Bayern entstanden deshalb ab Mitte der 1970er Jahre zahlreiche Beratungsstellen – zunächst im Rahmen bundesweiter Modellprojekte. Sie boten nicht nur Konfliktberatung an, sondern unterstützten Frauen auch bei sozialen, finanziellen und familiären Fragen. Auch die Beratungsstelle der Diakonie Hochfranken wurde 1976 als Modellberatungsstelle zur Beratung für Mutter und Kind von der Bayerischen Landesregierung benannt.
Die heutige Beratungsregelung trat in den 1990er Jahren Kraft und machte die verpflichtende Schwangerschaftskonfliktberatung zu einem zentralen Bestandteil des gesetzlichen Systems. Bayern schuf dafür 1996 mit dem Bayerischen Schwangerenberatungsgesetz eine eigene rechtliche Grundlage, die bis heute die Finanzierung und Organisation der Beratungsstellen regelt.
Im Hofer Land gibt es folgende Anlaufstellen:
www.landkreis-hof.de/dienstleistungen/beratungsstelle-schwangerschaftsfragen/
www.diakonie-hochfranken.de/kinder-und-jugendliche/beratung-und-familienhilfe/schwangerschaftskonfliktberatung
Nach einer internen Jubiläumsfeier am 15. Juni können sich auch alle Bürgerinnen und Bürger über die Beratungsangebote der Schwangerenberatung am 03.07.2026 von 12:00 bis 16:00 Uhr in der Hofer Altstadt unverbindlich informieren und die Beraterinnen kennenlernen.