Link verschicken   Drucken
 

Wiesenfestnachlese Rede des Ersten Bürgermeisters Stefan Busch am Wiesenfestmontag

Selbitz , den 01.08.2018

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Großeltern, liebe Lehrkräfte,

Bürgerinnen und Bürger, geehrte Ehrengäste, Stadträte und Festgäste!

 

„Ein Leben ohne unser Heimat- und Wiesenfest ist wie eine Reise ohne Gasthaus“!

Mit dieser Redewendung heiße ich sie herzlich willkommen.

 

Wir freuen uns im Jahresverlauf auf diese feierlichen Unterbrechungen unseres Alltags wie diese besonders. Feiern sind Riten, die den Alltag auf die angenehmste Weise unterbrechen, die uns zeigen, dass wir als Menschen auch im Alltag innehalten und uns besinnen dürfen auf die wesentlichen Dinge des Lebens. Was sind diese wesentlichen Dinge?

Wir gedenken unserer Traditionen, besinnen uns unserer Kultur und nicht zuletzt feiern wir auf dem Festplatz die Familie, unser Umfeld und unsere Stadt.

 

Seit jeher üben Märchen Faszination auf uns Menschen aus und ziehen uns in ihren Bann. Vielleicht ist ein Grund hierfür darin zu suchen, dass Märchen all das in sich vereinigen, was auch zu der Vielfalt unseres Lebens gehört. Es gibt Lustiges und Dramatisches, laute und leise Töne, spektakuläre Heldentaten und außergewöhnliche Leistungen.  Und es gibt die Enttäuschungen, Rückschläge und Verletzungen und immer wieder den Neuanfang, auf den wir unseren Blick richten wollen. Gerade dieser Wechsel von Alltag und Festtag, von Anspannung und Entspannung, von Arbeit und Vergnügen ist es, der die Vielfältigkeit und den Reichtum unseres Lebens ausmacht. Also genießen wir Feste wie dieses ganz bewusst und schöpfen Kraft für die Tage, die sich weniger glanzvoll gestalten wie die letzten und der heutige.

 

Ein herzliches „Hallo“ geht an euch, liebe Schülerinnen und Schüler, denn ihr seid es, die alljährlich am Wiesenfestmontag mit Fantasie und Ideenreichtum ein buntes Programm auf die Beine stellen und damit immer wieder für einen Höhepunkt im Selbitzer Festkalender sorgen.

 

Ich danke allen, die mit viel Begeisterung, Kreativität und originellen Ideen diesen Nachmittag vorbereitet haben. Viele Wochen lang habt ihr euch Gedanken gemacht, Aufführungen geplant und euch mit Unterstützung eurer Lehrerinnen und Lehrer auf diesen Tag vorbereitet. Ihr habt gemeinsam Kostüme anprobiert, Tanzschritte und Musikstücke einstudiert und wir alle freuen uns.

 

Mein Dank gilt dem Lehrerkollegium, allen voran der Schulleiterin Franziska Strunz, den Eltern, dem Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde, allen Helfern im Hintergrund, die uns helfen das Fest auszurichten.

Ich möchte heute nicht versäumen einer Person besonders zu danken: Der besondere Dank gebührt unserer (Noch) Auszubildenden Theresa Böhm, die neben ihrer Vorbereitung zur Abschlussprüfung, diese mit der Note 1,0 ablegte, auch das Heimat- und Wiesenfest bestens vorbereitete.

 

Beim Blick auf unsere Stadt möchte ich einen Aktivposten ganz besonders hervorheben: Das sind unsere unzähligen ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürger. Sie kümmern sich kompetent und einsatzfreudig um ihr persönliches Umfeld, um ihre Nachbarn, um ihre Mitmenschen, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Damit sind sie ein wahrer Segen für unser Gemeinwesen. Ohne dieses Engagement wäre vieles nicht möglich, aber durch dieses Engagement wird das Leben in unserer Stadt reichhaltiger, vielfältiger und – nicht zuletzt –menschlicher. Ich kann im Einzelnen nicht aufzählen, was sich in unserer unmittelbaren Umgebung hinter dem etwas „bürokratisch“ klingenden Wort „Bürgerschaftliches Engagement“ alles verbirgt. Es sind große und weniger große Aktivitäten  – eines haben sie gemeinsam: Sie alle sind wichtig und tragen dazu bei, dass die Lebensqualität in unserer Stadt positiv gestimmt ist.

 

Viele Bürgerinnen und Bürger, sowie viele Gäste aus den Nachbargemeinden und von weit her sind nach Selbitz gekommen. Just in diesen Tagen will sich ihnen unsere Stadt als fröhliche, weltoffene Stadt präsentieren. Dieses Fest möchte nicht zuletzt auch die kulturelle Vielfalt unserer mittlerweile multikulturellen Stadt zeigen. Ich hoffe, dass im Laufe der Jahre hier in unserer Stadt aus Nachbarn Freunde geworden sind, die nicht nur an diesen Tagen miteinander reden, tanzen, musizieren und feiern.

 

Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass dieser Geist der Gemeinsamkeit in unserem Gemeinwesen erhalten bleibt und weiterhin zur Entfaltung kommt. Dann braucht uns allen nicht bange davor zu sein, wenn die Zeiten etwas rauer werden und sich nicht alle Wünsche und Erwartungen sofort in die Wirklichkeit umsetzen lassen.

 

In diesem Sinne wünsche ich ihnen allen schöne und unterhaltsame Tage mit vielen neuen Erfahrungen und Begegnungen.